MUSSER&SCHWAMBERGER

LIVE
Freitag, 6.10.2017, 20:00,
Salon d´amour, Magazin4, 6900 Bregenz
Freitag, 20.10.2017, 20:00, Blue Box, Richtergasse 8, 1070 Wien

Musser&Schwamberger sind
Kristian Musser (Tanz Baby! etc) – Gitarre
Karl Schwamberger (Laokoongruppe etc) – Stimme, Klarinette, Diverses

Musser&Schwambergers schöne und schiache Lieder gehen um metaphysische Beiseln, fleischfressende Pferde, den Dreck vor der Tür und andere Dinge, die ungut riechen, besoffene Krodn, die Melancholie in Meidling, tausend weiße Steine, das Fressen, Saufen und Pudern, den Kafka, Nestroy, Artmann, Quasi, die Bachmann, den Celan und den Werner Schwab, den Regen in der Gablenzgasse, Caspar David Friedrich, den Sommermohn, zerkratzte Haut, Madonnenbilder, Selbstmordattentäter, den Kipferlmond über dem Musilplatz und das Pissoir vom Cafe Weidinger.

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Tageszeitung Der Standard, 30.6.2016, über Musser&Schwamberger beim Popfest Wien

Kritisches Bewusstsein und sinnlicher Genuss

Unverbraucht … und reizvoll … war der Wienerlied-Ansatz, den das Duo Musser (Tanz Baby!) und Schwamberger … im Wien-Museum präsentierte: Statt in Vorstadtbars ging es dort zu einfühlsamen Gitarren- und Klarinettensounds in „metaphysische Beisln“. In solche, wo „Kafka und Karl Kraus tarockieren“ und Jandl ein „grausliches Gstanzl“ sagt, während Bachmann und Celan schmusen. Richtig: Wie schon in seinem fabelhaften Soloprojekt Laokoongruppe schließt Karl Schwamberger auch weiterhin kritisches Bewusstsein und Belesenheit mit sinnlichem Genuss kurz. In diesem Sinne holt er Begriffe ins Wienerlied, für die selbiges nie erdacht worden ist: Hier reimt sich das „Transzendenta-hale Ganze“ etwa auf „die einzige Frau, mit der ich je wieder tanze“. Und hier liefert man in betörend langgezogenen Melodien auch gleich die Metaebene dazu: Ein Wienerlied voller „sozialdemokratischer Fairness“ wolle man singen, heißt es etwa einmal …